Monika Oberli - Inhaberin und Gründerin der TeamSchule

Wie alles begann

Mein erster Hund, Sandro kam mit 7 1/2 Jahren zu mir und brachte viele Ängste mit. Leider gab es damals noch kaum Informationen oder Bücher zu dem Thema und in der Hundeschule wurde ich ausgelacht. Weil ich aber nicht glauben mochte, dass es keinen Weg aus diesen Ängsten gibt, habe ich begonnen das Wenige zusammenzutragen und aus Sandro einen stabilen Hund zu machen. Und es ist uns auch tatsächlich gelungen und ja, es hat insgesamt fast 2 Jahre gedauert, aber es war jeden Moment wert.

Es hat mich auch gelehrt nicht aufzugeben, wenn Andere sagen, da geht nichts mehr sondern immer wieder einen Weg zu suchen, der mich und meine Teams steti ein kleines Stückchen vorwärts bringt. Selbst wenn man das erwünschte Ziel vielleicht nie ganz erreicht, so ist doch jeder noch so kleine Schritt ein Schritt dorthin und bringt Lebensqualität für Hund und Mensch zurück.

In dieser Zeit habe ich mich auch nach geeigneten Trainingsmöglichkeiten für uns umgeschaut. Dabei sollte nicht in erster Linie Unterordnung oder prüfungsrelevante Ausbildung zählen, sondern vor allem der Spass und der Alltag im Vordergrund stehen. Aber auch die Teilnehmer sollten sich untereinander gut verstehen und sich über die eigenen Fortschritte ebenso freuen wie über die der Anderen. Viele Angebote in diese Richtung gab es damals jedoch nicht und noch weniger für etwas fortgeschrittenere Teams.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich weit über 100 Hundefachbücher gelesen und diverse Seminare rund um das Thema Hund besucht. Weil mir dies aber nicht reichte, beschloss ich mein Wissen 2008 durch eine Verhaltensberater-Ausbildung im Canisland zu ergänzen. In erster Linie für mich und meinen Hund. An ein eigenes Trainingsangebot dachte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Im Laufe dieser fundierten Ausbildung merkte ich jedoch, wie viel Freude mir diese Arbeit macht und ich wusste auch schon aus meinem angestammten Beruf, dass mir die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Menschen sowie das Organisieren und Durchführen von Anlässen immer grossen Spass gemacht hat. Und so tauchte immer häufiger die Wunsch auf, selbst Trainingsgruppen aufzubauen, die die eingangs erwähnten Punkte beinhalten

Daneben bot mir meine 2006 gegründete Hundewander-Gruppe neben vielen schönen Ausflügen auch die Möglichkeit, meine Fähigkeiten in der Anleitung von Menschen mit ihren Hunden weiter zu verfeinern. Und so streute ich unsere montlichen Wanderungen auch immer wieder ganz unterschiedliche Spiele und Aufgaben mit ein.

10 Jahre - TeamSchule
Und nun darf ich schon mein 10-jähriges Jubilläum feiern. 10 Jahre, in denen ich viele tolle Teams ein Stück Weg begleiten und ihnen zeigen durfte, wie wertvoll ein positiv motiviertes Training ist. Zu einer Zeit begonnen, als dieses Training in der Schweiz noch ganz in den Kinderschuhen steckte.

Manche dieser Wegstrecken waren nur kurz, da sie den Teams reichten, um den weiteren Weg zu erkennen. Andere Teams darf ich schon seit vielen Jahren begleiten, da sie immer wieder Neues lernen und Bestehendes vertiefen möchten. Oder auch einfach aus Spass an der Freude. Denn auch noch 10 Jahren gehen mir die Ideen nicht aus :)

Denn um meinen Kunden ein breit aufgefächertes Angebot zu bieten und eine auf das jeweilige Team abgestimmte Verhaltensberatung durchführen zu können, bilde ich mich vielfältig weiter (die Details dazu finden Sie unter den linkenn Menupunkten).

Bei mir in der Hundeschule wird jedoch nie ein Trainingsansatz zu finden sein, welcher auf Zwang, Druck und positiver Strafe basiert. Aber genau so wenig lasse ich den Hund einfach machen Denn auch ein Laisser-faire-Stil tut einem Lebewesen, welches dazu vorgesehen ist, in einer Gruppe zu leben, nicht gut.

Und nur dort, wo Wissen und Empathie aufhören, muss zu diesen Mitteln gegriffen werden. Bevor aber mein Wissen aufhört, veweise ich lieber an Fachpersonen wie TA, Ernährungsberater und Physiotherapeuten, welche das Team und mich bei unserer Arbeit unterstützen oder schliesse mich mit anderen Fachpersonen und Trainern kurz.

Tiere in der Kindheit
Bereits als Kind war ich von Tieren umgeben - erst meine Hamster, für die ich draussen im Sandkasten manchen Parcours mit Hindernissen und Höhlen baute. Später kamen dann Meerschweinchen dazu, die bald so zahm waren, dass ich sie draussen frei laufen lassen konnte, da sie auf mein Rufen wieder kamen. Und auch vor der Vogelwelt machte ich nicht Halt. Und immer noch muss ich schmunzeln, wenn ich daran denke, wie mir meine Wellensittiche beim Verzieren meiner Schulhefte geholfen haben.

Gerne hätte ich auch noch Hund und Katze gehalten. Weil dies aber nicht möglich war, lehnte ich mir alle möglichen Hunde aus der Nachbarschaft aus und bin stundenlang mit ihnen durch den Wald und die Felder gestreift. Egal ob Collie, Schäfer, Dackel oder Pudel alle waren mit Begeisterung dabei, wenn ich ihnen aus Stecken eigene Hindernisse baute oder mit ihnen Verstecken spielte. Schön war es dann auch, den einen oder anderen Wurf von "meinen" Hunden begleiten zu dürfen.

Nach der Schulzeit hatte ich lange Jahre keine Zeit mehr für solch ausgiebige Spaziergänge. Aber dafür erfüllte ich mir meinen Wunsch nach Katzen und so zogen Charly und Tina, zwei Perserkatzen bei uns ein. Über sie und alle anderen Katzen, die nach ihnen kamen, berichte ich auf ihren eigenen Seiten.

Als aber die Kinder grösser wurden, kam auch der Wunsch nach einem Hund wieder auf. Da ich aber zu dem Zeitpunkt keinen eigenen halten konnte, nahm ich Hunde aus dem Tierheim auf meine Spaziergänge mit. Bis im Jahre 2004 Sandro an der Tierheimtüre stand und ich wusste, den gebe ich nicht mehr her.

Und so kam es, dass der damals 7 1/2 jährige Sandro bei uns einzog. Dank ihm habe ich viel über Hunde und ihr Verhalten gelernt. Machte ihm doch anfänglich noch so vieles Angst. Dazu kam seine Panik bei schnellen Bewegungen oder fallenden Gegenständen und zu grosse köperliche Nähe waren ihm ein Graus. Doch durch viel Geduld, Üben und einer riesen Portion Liebe wurde er zu einem fröhlichen Hund, der für so manchen Spass zu haben war.

Und dank ihm habe dich Chance bekommen, in diesen tollen Beruf einsteigen zu dürfen und vielen Teams mein Wissen weitergeben und sie auf ihrem Weg begleiten zu dürfen.