Körperhaltung

Wedeln
Nicht immer ist das Schwanzwedeln freundlich gemeint. Denn auch ein Hund, der in einem Zwiespalt steckt, wedelt mehr oder weniger heftig mit dem Schwanz,. Daher muss gerade hier der Hund als Ganzes beobachtet werden. Legt er die Ohren an, wendet er den Blick ab oder ist alles an ihm freundlich gestimmt? Am einfachsten wird hier die Situation entspannt, indem der Mensch ebenfalls Beschwichtigungssignale aussendet.

Pfote heben / anziehen
Die Pfote wird dabei nicht wie beim Pfötchengeben gehalten, sondern die Pfoteninnenseite zeigt gegen den Bauch. Dieses Signal zeigt ein Hund der leicht verunsichert ist. Zusätzlich wird meist auch noch der Kopf abgewendet.

Vorderkörpertiefstellung
Allgemein wird dieses Verhalten als Spielaufforderung verstanden. Und deshalb wird oft übersehen, dass dies nicht immer der Fall sein muss.

Genau so gut kann es nämlich sein, dass der Hund, der das zeigt, unsicher ist und gar nicht spielen will, sondern dieses Verhalten zur Beschwichtigung einsetzt. Sind sich Hunde bei der Begegnung mit anderen Tieren nämlich nicht sicher, wie sie ihnen begegnen sollen, dann setzen sie häufig dieses Körpersignal ein. Aus dieser Stellung können sie sowohl flüchten als auch angreifen oder tatsächlich ein Spiel beginnen, wenn der andere zeigt, dass er freundlich gestimmt ist.

Sich hinsetzen
Es gibt Situationen, da setzt sich der Hund einfach hin, vielleicht sogar noch mit dem Rücken zum Herankommenden, um diesen zu beschwichtigen.

Du kannst dieses Signal auch selbst einsetzen: ist dein Hund oder der eines anderen unsicher und gestresst oder einfach nur hippelig, dann setz dich doch einfach mal hin ohne den Hund zu beachten. Meist entspannt sich der Hund dann ebenfalls ganz schnell und kann sich so wieder beruhigen.

Legt sich ein Hund auf den Rücken, wenn ihm andere zu nahe kommen und lässt sich beschnüffeln, so zeigt der Hund in dieser Situation eine passive Unterwerfung.

Ganz im Gegensatz zur aktiven Unterwerfung, bei der der unterwürfige Hund dem anderen die Maulwinkel leckt. Was manchmal schon fast ein wenig lästig für den Empfänger werden kann. Man geht davon aus, dass dieses Verhalten noch vom Futterbetteln des Welpen abstammt.

Wirft sich jedoch ein Welpe auf den Rücken, dann heisst das meist, dass ihm das Spiel zu viel wird - häufig leckt er dabei dem Grösseren auch noch über das Maul.

Legt sich aber ein Hund mit dem Bauch auf den Boden, so will er damit meist ein zu wildes Spiel kurz unterbrechen. Dieses Signal wird aber auch oft von ranghohen Tieren zusammen mit anderen Calming Signals gezeigt, um so dem anderen zu zeigen, dass er zu einem Spiel bereit ist.


Dieses Beschwichtigungssignal darf jedoch nicht mit dem Verhalten verwechselt werden, bei dem sich ein Hund bereits in grosser Entfernung auf den Boden legt und den Entgegenkommenden fixiert. Dieser Hund will keinesfalls beruhigen, sondern wird bei nächster Gelegenheit den entgegenkommenden Hund anspringen.