Ausdruck

Auch die nachfolgenden Signale wirst du bei deinem Hund öfters beobachten können.

Solange sie aber nur vereinzelt auftreten, brauchst du diese nicht weiter zu beachten. Zeigt sie dein Hund in einer Situation aber sehr stark und häufig, dann musst du deinem Hund helfen, in dem du ihn z.B. aus der für ihn im Augenblick stressigen Situation heraus führst bzw. das angstmachende Element entfernst.

Die Nase lecken / züngeln
Dieses Signal verwendet der Hund häufig, wenn er sich bedrängt fühlt. Das kann sein, weil du z.B. den Arm um ihn legst oder ihm mit der Kamera zu nahe kommst. Aber auch wenn du ärgerlich mit ihm sprichst, wirst du ihn dabei beobachten können, wie  er sich kurz mit der Zunge über die Nase leckt.

Gähnen
Gähnen ist ein natürliches Verhalten deines Hundes, wenn er z.B. müde oder gerade vom Schlafen aufgestanden ist - meistens zusammen mit einem wohligen Strecken.

Manchmal kann das Gähnen aber auch ganz was Anderes bedeuten. Nämlich dann, wenn der Hund in einem  Konflikt steckt und er nicht weiss, wie er ihn lösen kann. Sei dies, weil er an der Leine ist und nicht weg kann oder weil er eine Übung machen muss, die ihn überfordert.

Man spricht in einer solchen Situation von einer Übersprungshandlung. Typisch für diese ist, dass sie nicht zur entsprechenden Situation passt. Ähnlich der, wenn wir verlegen sind und uns am Kopf kratzen, ohne dass es uns beisst.

Schnüffeln
Hunde schnüffeln bei ihrem Spaziergang häufig am Boden - denn schliesslich müssen sie doch wissen, wer hier schon alles durchgegangen ist. Aber schnüffeln ist tatsächlich auch ein häufig gebrauchtes Beschwichtigungssignal.

Immer dann, wenn dein Hund nämlich plötzlich mitten im Spiel innehält, um zu schnüffeln oder wenn ihm ein anderer Hund entgegen kommt und er am Boden schnüffelt, teilt er dem anderen damit mit, dass es ihm im Augenblick zu viel ist.

Andererseits wirst du auch beobachten können, dass dein Hund häufig auf dem Weg zu dir am Boden schnüffelt, wenn du ihn im strengen Ton abgerufen hast. Er versucht, dich damit zu beschwichtigen und versteht die Welt nicht mehr, wenn du ihn in dieser Situation strafst.

Im Gegensatz zum "Zeitungslesen" wird der Hund bei den beiden letzt genannten Situationen die Umgebung aber nie aus den Augen lassen, sondern immer mal wieder kurz hochschauen und sei es nur mit einem Auge.

Lefzen blähen
Wenn dein Hund unsicher ist, kannst du hin und wieder beobachten, wie er seine Backen aufbläst - es sind meist sehr kurze und schnelle Sequenzen.

Schmatzen
Dieses wird ähnlich, wie das Gähnen zur eigenen Beruhigung eingesetzt und um dem anderen mitzuteilen, dass alles in Ordnung ist.

Schütteln
Es scheint fast so, als ob der Hund etwas Unangenehmes abschütteln müsste. Der Hund zeigt dies in der Regel dannr, wenn die stressige Situation vorbei ist.

Niesen
In aufregenden Situationen kann es immer wieder vorkommen, dass dein Hund ausgiebig niest, ohne dass ihm etwas in die Nase gekommen ist. Vermutlich dient auch dieses zum Stressabbau oder als Übersprungshandlung.

Lächeln
Das Lächeln benutzen manche Hunde zur freundlichen Kontaktaufnahme, während andere es deutlich als Beschwichtigungssignal einsetzen. Dabei hat der Hund das Maul geöffnet, als wenn er hecheln würde. Die Zunge hängt dabei aber nicht aus dem Maul.

Das Hecheln selbst wird häufig auch zum Stressabbau verwendet.